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 HPI RS 12 G

Mitte der Neunziger Jahre steigt die japanisch/amerikanische Firma HPI ganz groß in das RC-Car Geschäft ein. Zur angebotenen Fahrzeugpalette gehören auch drei Pancars, nämlich ein Pro 10, ein Tourenwagen (Road-Star) und der hier vorgestellte 1:12’er. Später kommt noch ein Formel1-Fahrzeug dazu.

Chassis von rechts vorn

Allen Pan-Cars gemein ist die Verwendung einer echten Doppelquerlenker-Vorderachse, d.h. der untere Lenker ist nicht feststehend wie beim Asso, sondern als echter Lenker mit eigener Drehachse ausgeführt. Die Befestigung auf dem Chassis ist kompatibel mit Asso, so dass der HPI alternativ mit der Asso, der Asso aber auch mit der HPI-Achse gefahren werden kann. Raffiniert gelöst und sehr Setup-freundlich ist die Ausführung der Federung mittels Zuganker. Die kleine Schraubenfeder sitzt

unter dem Querlenker und stützt sich am Achsträger ab. Sie lässt sich ohne weitere Zerlegungen an der Achse wechseln, nicht .

Zuganker

einmal die Räder müssen dazu demontiert werden.
Als weiteres interessantes Detail kann der zweiteilige Achsschenkel gesehen werden. Die Radachse bildet mit einem Quader ein Teil, das zwei Bohrungen zur Aufnahme des Achschenkelbolzens aufweist. Die ganze Einheit wird dann wahlweise mit oder ohne Nachlaufversatz in den Kunststofflenkhebel eingeführt.

Zur guten Unterscheidbarkeit sind die erhältlichen Federn verschieden eingefärbt

Vorderachsdetail

Die Vorderachse ist eine echte Doppelquerlenkerachse, eine Konstruktion, die sich im Pancarbereich nicht durchgesetzt hat

Der Rest des Fahrzeugs ist relativ konventionell aufgebaut. Die T-Bar Hinterachsaufhängung bedient sich sogar originaler Asso-Achsblöcke und weiterer Kleinteile. Lediglich bei der Achse selbst und den Radmitnehmern geht HPI eigene 

Wege und bietet eine kürzere (und damit leichtere?) Achse an, die aber spezielle Felgen benötigt.
Alle Verschraubungen sind zöllig ausgeführt, die Pan-Car-Linie dürfte daher eine Entwicklung von HPI USA sein, denn die Schrauben der japanischen Modelle sind metrisch.
Der RS 12G erfreut sich auch in Deutschland im Wettbewerb recht hoher Beliebtheit und wird u.a. von Ralf Helbing erfolgreich eingesetzt. Obwohl das Modell schon lange nicht mehr in Produktion ist, tauchen auf der WM 2000 noch zwei HPI’s im A-Finale auf, allerdings mit der Asso- Vorderachse.

Nachlaufvarianten

Ein zweiteiliger Achs- schenkel erlaubt den Aufbau mit oder ohne Nachlaufversatz


 © Achim Schulz 2006