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 SG Gemini SLX

Italiener oder Engländer? Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, lässt sich aber doch aufklären.

Als 1981 Neil Francis mit dem Lexan-Chassis Auto die EM gewonnen hat, versuchten sich gleich mehrere Hersteller an derartigen Kozepten. Die beiden bekanntesten sind Schumacher und SG (Auch Carrera hatte einen Prototypen gebaut!). Von der Entwicklung her war dieser Typ Chassis eine rein englische Angelegenheit und sollte es auch bleiben, denn das Konzept verschwand schnell wieder. Die Konstruktion des Gemini SLX stammt aus der Feder von Phil Greeno, seines Zeichens englischer SG-Pilot, und da schließt sich der Kreis.

Chassis von rechts vorn

In einigen Details findet man denn auch typische SG Merkmale wieder, so z.B. eindeutig in der Ausführung der vorderen Achsschenkel. Auch den Rammer kennt man vom Prosso. Das Felgenstyling hat dagegen definitiv nichts mit SG zu tun. Die in Deutschland über SMI vertriebene Variante enthielt übrigens weder Hinweise auf SG noch den Prosso-Rammer. Handelt es sich also um eine Lizenzproduktion oder Auftragsfertigung?
Das Konzept der Lexan-Autos ist relativ simpel: Ein quasi masseloses U-förmiges Chassis nimmt die geteilte Vorderachse, den Akku und das Hinterachsröhrchen auf. Dieses Chassis ist extrem verwindungsfreundlich und ausreichend biegeweich, um eine Art “superweiche Federung” im ungefederten Auto zu realisieren. Optimal für das Griplose herumrutschen auf PVC-Hallenböden.

Hinterachse

Im Gemini ist das Chassis über der Hinterachse in Längsrichtung offen und über zwei Spurstangen geführt. Im Vergleich zum Konkurrenten von Schumacher ist er daher noch weicher. Motor und Hinterachse werden an einem kompakten Rohr mit Flansch befestigt, welches einfach in die Seitenwände des Chassis eingesteckt ist. Zur Aufnahme des Reaktionsmoments dient eine kurze Strebe unterhalb der Achse.

Um auch vorn einen gewissen Federungs- effekt erzielen zu können, muss die Achse zweiteilig ausgeführt werden.

Vorderachsdetail

Das Hinterachsrohr trägt die Befestigungsplatte für den Motor und ist nach hinten zum Chassis abgestützt

Die Lexanautos sind mit der “Erfindung” des Nadelfilz als Streckenbelag und dem damit steigenden Gripniveau schnell wieder verschwunden.

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Die Vorderachse ist zweiteilig und zeigt an den Achschenkeln die typische SG-Konstruktion mit der Befestigung der Radachse über Madenschraube

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 © Achim Schulz 2004