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die 80´er Jahre

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 SG Monza
Chassis von vorn rechts

1981 kommt der SG-Monza auf den Markt und wird, was eher unüblich ist, nicht von Robbe sondern von Simprop vertrieben. Das Auto basiert auf den Komponenten des Antares, besitzt aber ein völlig neues Layout. Hätte SG damals geahnt, wie dicht der Monza schon an der Winning-Combination der nächsten beiden Jahrzehnte war, hätte man sicher mehr draus machen können. Der Aufbau ist nämlich verblüffend einfach und besitzt neben der für europäische Fahrzeuge sehr unüblichen Saddle-Pack Anordnung als Besonderheit eine hintere Pendelachse (siehe auch Yokomo Mini Racer RC 12), die als Vorläufer der Power-Pod Federungen 

gesehen werden kann. Immerhin stützt sich jetzt der größte Teil des Rollmoments über die Vorderachse ab, was dem Monza zu hervorragender Traktion und vorbildlichem Kurvenverhalten verhilft. Lenkservo, Akku und Empfänger werden direkt liegend auf dem Epoxy-Chassis befestigt, das im Zuschnitt eine Verkleinerung des Futura-Chassis ist. Auf eine Radioplatte wird ganz verzichtet und nur das Reglerservo wird stehend eingebaut. Kaum ein Fahrzeug hat zur damaligen Zeit einen derart tiefen Schwerpunkt. 

vorderes Pendellager

Das vordere Pendellager besteht nur aus einer M3 Schraube, die zwei O-Ringe vorspannt. Über die Vorspannung kann man wirksam das Fahrverhalten beeinflussen.

hinteres Pendellager

Das hintere Pendellager entstammt dem großen Bruder Futura VCS, der damals die Pendelachsen als Antwort auf die vollgefederten 1:8´er salonfähig machte.

Vorderachsdetail

Die typische SG-Vorderachskonstruktion mit dem kräftigen Achschenkelbolzen, der durch die Radachse gehalten wird. Die zur Sicherung deinende Maden- schraube sitzt in einem eingespritzen Messinggewinde - 1a Qualität!

Als genial dürfen auch die im 1:8´er bewährten und bombenfesten Servoschnellwechsel- halter gesehen werden. Die Akkubefestigung mittels Kabelbindern wirkt dagegen eher einfallslos, man sieht sie aber auch anderswo. Man muss aber dazu sagen, dass Anfang der 80’er oft nur ein Akku pro Fahrzeug verwendet wird, der etwas erschwerte Akkuwechsel also damals kein echtes Argument darstellt.
Die Konstruktion ist aufgrund ihrer Einfachheit extrem robust und hätte eigentlich im Wettbewerb deutlich mehr Verbreitung finden müssen. Vielleicht stört der mit 194 DM recht hohe Preis für einen Bausatz, bei dem nicht einmal eine Karosserie zum Lieferumfang gehört, vielleicht sind es auch nur Kleinigkeiten, wie die fehlenden Kugellager an der Vorderachse. Warum SG das Konzept nicht weiterverfolgt und verfeinert hat, kann heute nur schwer erraten werden. Fest steht jedenfalls, dass das letzte Elektro-Modell, der
Prosso, weder in der Performance noch in der Qualität mit dem Monza mithalten kann.

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 © Achim Schulz 2006