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 SG Prosso

Als letztes Elektromodell im Maßstab 1:12 stellte SG 1982 den Prosso vor, der die Hinterachse vom Monza geerbt hatte, jetzt jedoch mit starrer Aufhängung, und insgesamt den Leichtbaugedanken konsequent umsetzt. Das Chassis aus Epoxy ist stark tailliert und wird vorn über einen Bolzen mit der recht hoch liegenden Epoxy-Radioplatte verschraubt. Die hier gezeigte Expert-Version ist an dieser Position mit einer Tweaker-Einrichtung ausgestattet, d.h. der Bolzen trägt am oberen Ende einen Exzenter, mit dem sich die Vespannung des Chassis justieren lässt.

Prosso

Ein mechanischer Regler ist nur noch in der Standardversion vorgesehen, die dafür aber ohne das Kugeldiff auskommen muß. Aus Gewichtsgründen kommt jetzt auch eine neue Vorderachse zum Einsatz, die ein bischen aussieht wie die einteilige Version des Asso RC 12E, besitzt sie doch sehr ähnliche Gabeln und Achschenkel. Der Rammer ist auf das nötigste reduziert, Leichtbau stand ja in diesen Tagen ganz oben in den Lastenheften der Konstrukteure. Eine gute Sache ist der Servoüberlastungschutz für die Direktmontage, der aber nur für Robbe-Futaba-Servos mit Vierkant passt. Kurios dagegen ist die Befestigung des Akkus mittels Noppenscheibe. Eine Scheibe befindet sich auf dem Chassis, die andere wird am Akku verklebt.

Nach einsetzten des Akkus muss dieser unter der Radioplatte verklemmt werden, damit er nicht aus der Noppenscheibe herausspringt. Vielleicht ist das ganze zuverlässiger als die damals üblichen Gummiringe, schneller und einfacher ist es aber nicht. Und außerdem musste für jeden Akku eine Noppenscheibe gekauft werden, die zu allem Überfluß auch nur paarweise erhältlich waren.

Verglichen mit dem Antares und dem Monza  ist der Prosso von der Qualität her ein echter Rückschritt. Die Kunststoffteile sind sehr grobschlächtig gemacht und die Vorderachse klappert und klemmt nach Belieben. Ein Verkaufserfolg war er damit nicht. Sehr gut verkauft hat sich allerdings die Schkee-Karosserie, die in diesen Jahren den Standard in der Expertenklasse darstellte und fast auf jedem Auto zu sehen war.

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 © Achim Schulz 2002