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 Kawada M 300

Kawada M 300 – der bessere Asso?

Chassis von rechts vorn

Der überwältigende Erfolg des Asso 12L muss die japanischen Hersteller irgendwie gewurmt haben, jedenfalls sind die ehemals eigenständigen Konzepte von AYK und Kyosho mehr und mehr dem Asso angeglichen worden. Noch näher allerdings kam der Kawada M 300 an das amerikanische Vorbild heran, und zwar so nahe, dass er heute zum Teil als Asso 12L verkauft wird. In der Tat sieht er auf den ersten Blick dem 12L zum verwechseln ähnlich, bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch in den konstruktiven Details deutliche Unterschiede – und die sprechen eigentlich für den Japaner.

So ist das Power-Pod komplett aus gold eloxiertem Aluminium und sorgt damit für eine gute Wärmeableitung. Die Aufhängung der Hinterachse ist mittels Zunge im Chassis gelöst, wie bei den Japanern üblich, und bietet damit die Möglichkeit, neben den Sandle-Packs  auch die damals im Off-Road Bereich immer noch gebräuchlichen Stick-Akkus zu fahren. Auch bei der Radbefestigung setzt Kawada auf den guten japanischen Standard mit Sechskantmitnehmer und zentraler Überwurfmutter. Vorteile: gleiche Radwechsel an Vorder- und Hinterachse, Lager verbleiben am Fahrzeug, Diffeinstellung bleibt erhalten.

Dies führt Anfang der 90‘er dazu, dass der Kawada ein sehr beliebtes Auto war und gegen die Assos zahlenmäßig durchaus ebenbürtig antrat. Wer am Ende der stärkere war, muss hier nicht erwähnt werden – es setzt sich nicht immer das bessere durch. Kawada stellt heute noch 1:12‘er her, die, wie sollte es anders sein, dem aktuellen Asso 12L3 zum Verwechseln ähnlich sehen. Die interessanten japanischen Features sind mittlerweile aber verschwunden.

Chassis von rechts

 © Achim Schulz 2002