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 Robbe Sonic Sports

Mit dem Sonic-Sports schuf Kyosho einen der erfolgreichsten 1:12‘er überhaupt, zumindest was die Verkaufszahlen anging.  Basis ist ein Baukastenprinzip, das, basierend auf einem immer gleichen Chassis, mit verschiedenen Achsen ausgerüstet werden kann. So gibt es sowohl für die Vorder- als auch für die Hinterachse angetriebene und nicht-angetriebene Versionen.

Chassis

Das Chassis ist wieder sehr einfach gehalten, es besteht aus einer rechteckigen Epoxy bzw. Alu-Platte, aber jetzt mit einer aufgesetzten, tiefliegenden Radioplatte in Form eines Kuststoff-Spritzgussteils. Da der Wagen von vornherein als Front-/ Allradauto konzipiert wurde, befindet sich der Fahrakku auch bei den Hecktrieblern vor der RC-Anlage. Robbe startete das Programm mit den frontgetriebenen Modellen VW Golf und Porsche 936/78 und schob dann in einer zweiten Auflage einem hinterachsgetriebenen Porsche 924 mit Mabuchi 380 Motor, einem ebenfalls heckgetriebenen BMW 320 mit Mabuchi 540

und einem allradgetriebenen Audi Quattro mit zwei Mabuchi 380 nach. Später kamen dann noch ein heckgetriebener Porsche 911 hinzu. Der Audi und der Porsche 911 blieben bis 1986 im Katalog von Robbe, einer Zeit also, als sich die 1:12‘er längst in eine ganz andere Richtung entwickelt hatten.

Hinterachse

Die Hinterachse mit der bei Kyosho damals als Tuningteil angebotenen “Rheostat-bremse”. Man beachte auch den früher obligatorischen, sehr ausladenden Heckrammschutz.

Vorderachse ohne Antrieb

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Für den Sonic-Sports wurden eine Reihe von Tuningteilen angeboten, wie z.B. ein Epoxy-Chassis (in der ersten Auflage serienmäßig), die damals obligatorische Rheostat-Bremse und Umrüstsätze für Allradantrieb. Speziell die Frontantriebseinheit war damals auch bei Bastlern sehr beliebt und bildete die Basis vieler Allrad-Eigenbauten.

Gerhard Bunzel gelang es übrigens 1982 mit einem Sonic-Sports Allrad die Deutsche Meisterschaft in der Klasse Standard Jugend zu gewinnen, die damals noch auf sehr rutschigem PVC-Boden ausgetragen wurde.

Vorderachse angetrieben

Die angetriebene Vorderachse ähnelt stark der Version von Ishimasa, allerdings ist der Achsträger bei Kyosho nicht einteilig gegossen, sondern die separaten Gabeln mit der Alu-Grundplatte verschraubt. Bemerkenswert sind auch die Bronzelager in den Achschenkelbolzen

Auch ich errang meinen größten Glattbahnerfolg damals übrigens auf einem allradgetriebenen Sonic-Sports.

Die heckgetriebenen Modelle besaßen eine einfache, einteilige Vorderachse aus Kunststoff. Hier ist diese am später angebotenen Porsche 911 zu sehen (erkennbar an den weissen Felgen)

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 © Achim Schulz 2002