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 Corally SP 12 M

Die Klasse 1:12 scheint fast tot und kaum ein Hersteller engagiert sich noch technisch. Auch Corally hat ja den SP 12 G3 schon seit einiger Zeit im Programm, zusammen mit den fast identischen Vorgängermodellen SP 12 G und GII kann man sogar von einem Jahrzehnt der Konstanz reden. Die Erfolge sprechen ja auch für sich. .

Umso überraschender kommt da 2001 der neue SP 12 M auf den Markt. Ein Auto, das wohl den Versuch unternimmt, wieder mehr Einsteiger an die kleinen und flinken Renner zu locken. So ist es auch zu erst in einer preiswerten Epoxy-Version zu kaufen, die neben den international jetzt üblichen vierzelligen Saddlepacks sogar die Verwendung von sechszelligen Sticks erlaubt. Die sonstige Ausstattung mit Kohlefaserhinterachse und voller Kugellagerung hebt sich aber von den Einsteigermodellen der frühen 80’er ab und dokumentiert den Anspruch auf Renntechnik.

Chassis von vorn

Aber die Stick-Akkus machen auch Kompromisse erforderlich. So kommt die gute alte Zunge für die Hinterachslagerung wieder zur Verwendung, von der sich die E-Car Welt ja eigentlich bereits 1986/87

Vorderachsdetail

verabschiedet hatte. Diese führt vom hinteren Lagerpunkt unterhalb des Akkus zum vorderen Lager, in das eine Tweaker-Einrichtung integriert ist. Durch Unterlegen der jeweiligen Lagerbrücken kann übrigens das Rollzentrum der Hinterachse variiert werden.

Die Vorderachse mit dem Querverbinderplättchen (Stabi)

Auch an der Vorderachse zeigt sich eine vom Vorgänger abweichende Konstruktion mit zwei Schräglenkern, die mittels Querbrücke miteinander verbunden sind. Hier kann durch Unterlegen (im Baukasten befinden sich übrigens sehr viele Unterlegscheiben) des vorderen Lagerpunktes der Nachlaufwinkel eingestellt werden, am inneren Lagerpunkt lässt sich entsprechend der Sturz justieren. Die Querbrücke hat übrigens die Funktion eines Stabilisators und kann mit verschieden vielen Schrauben unterschiedlich steif angebunden werden. Abstimmbar ist also einiges am SP 12 M. Apropos Rückbesinnung: Nicht nur die Zunge an der Hinterachse, auch die Vorderachse gab es prinzipiell schon einmal: am SP 12 von 1990 – alles kommt halt irgendwann einmal wieder.

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Chassis von unten

Die Ansicht von unten zeigt sehr schön die Zunge, die in das Chassis hineinragt. Da auch die Oberseite nun vollkommen eben ist, kann problemlos ein Stick-Akku eingebaut werden

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 © Achim Schulz 2002